Motorraumdämmung
Immer mehr Freizeitkapitäne von Motorbooten oder motorisierten Segelbooten wünschen sich aber für den eigenen Komfort an Bord weniger Maschinenlärm. Der Fachhandel bietet eine umfangreiche Palette an Dämmstoffen an, um Innenbordmotoren akustisch in ihre Schranken zu weisen.
Während manchen Liebhabern PS-starker Powerboote der „Sound“ ihrer Motoren nicht laut genug sein kann und das Thema Lärmreduzierung hier sprichwörtlich auf taube Ohren stößt, wünschen sich andere Wassersportfreunde mehr Ruhe an Bord, ohne dabei auf eine angemessene Motorisierung verzichten zu müssen. Schon ein Unterschied von zehn Dezibel wird, je nach persönlichem Empfinden, als doppelte oder halbe Lautstärke wahrgenommen. So wird, wer sehr sensibel gegenüber Geräuschen ist, das Tuckern des Einbaudiesels oder satte Brummen des Sechszylinders vielleicht als unangenehm betrachten.
Allerdings lässt sich das Laufgeräusch bei Verbrennungsmotoren nicht vollständig eliminieren. Da ist zum einen der Luftschall, den wir über das Gehör wahrnehmen: Hierbei werden hauptsächlich hohe Frequenzen als Nerven aufreibend empfunden. Als Körperschall hingegen bezeichnet man Schwingungen, die üblicherweise im Tieffrequenzbereich liegen und durch direkten Kontakt mit vibrierenden Bauteilen übertragen werden.Weil das Schiff ein hervorragender Resonanzkörper ist, ergibt sich auch bei abgeschalteten Maschinen mitunter ein „schönes“ Konzert an Geräuschen, wenn eingebaute Generatoren, Pumpen für hydraulische Geräte, Frischwassererzeuger und Lenzpumpen arbeiten. Vor allem nachts kann dieses Klacken, Ticken, Summen oder Brummen lästiger sein als das Summen einer Mücke. Nicht jeder an Bord lässt sich davon in den Schlaf wiegen.
In den letzten Jahren haben sich, unter anderem durch die Vorschriften der Sportbootrichtlinie Verbesserungen in Sachen Schallschutz ergeben. Wem das für sein eigenes Wohlbefinden nicht ausreicht, der kann nachrüsten.
Den vollständigen Text mit allen Bewertungen lesen Sie in der gedruckten Ausgabe 07/2011 des Bootshandel-Magazins.