Elektronisch unterwegs

08/2009

Elektronisch unterwegs

Die ganze Welt in einer Hand, komplett mit Seekarten? Das ist per Laptop und Handheld auch für Boaties erschwinglich, die nur einen Wochenendtörn planen.
Im Gefolge von TomTom, Nüvi und iPhone hat sich in Windeseile ein Markt ultrakompakter Navigationsgeräte entwickelt, die deutlich preisgünstiger als deren Pendants mit großem Display sind und vor allem Mobilität (durch den Einsatz auf unterschiedlichen Booten) und universelle Verwendbarkeit bieten – auf dem Wasser, im Straßenverkehr und in der Natur.

Seekarten auf dem iPhone bietet seit kurzem der italienische Seekartenproduzent Navionics. Im Laufe des Jahres soll das gesamte weltweite GoldMap- und HotMap-Kartenangebot verfügbar sein.

Englischsprachige Karten für zahlreiche Seegebiete sind bereits verfügbar, darunter das Mittelmeer, die Nord- und Ostsee. Die Karten sind mit 9,99 Euro (Mittelmeer) bis 19,99 Euro (Westeuropa) ebenso kleinformatig wie preisgünstig. Das gesamte Kartenmaterial wird dabei intern im Telefon gespeichert – was das Wechseln von SD-Karten (die im iPhone ohnehin keinen Anschluss finden) überflüssig macht.

Bei den GPS-Handgeräten von Garmin heißt das neue Flaggschiff Oregon 550. Mit der integrierten Digitalkamera (3,2 Megapixel) lassen sich Fotos machen, die das Gerät automatisch mit Standortkoordinaten versieht.

Neu ist der Dreiachsenkompass, der das Waagrechthalten des Geräts beim Nutzen der Kompassfunktion erspart. Das Schwestermodell Garmin Oregon 550t ist (wie der bereits erhältliche Oregon 400t) serienmäßig mit einer Freizeitkarte von Europa im Maßstab 1:100.000 ausgestattet – ideal also für Landpartien.

Schleusenzeiten nachschlagen am Pocket-PC? Mit der Software Schleusenkalender 2009 von Telemetriesysteme Berndt lassen sich unter Windows CE die Adressen, Telefonnummern, Funkkanäle und Betriebszeiten aller Schleusen auf deutschen Wasserstraßen abrufen; außerdem die Position und Öffnungszeiten aller Wassertankstellen sowie die dort verfügbaren Treibstoffarten.

Computer sind doof, aber an Bord sehr nützlich. Auf der boot Düsseldorf 2009 fiel die Entscheidung, jetzt folgte die Realisierung: Die Berliner EES GmbH unterstützt mit ihrer Software TripCon den segelnden Abenteurer Bernt Lüchtenborg bei dessen Ende Juni gestarteten Projekt sail2horizons.

TripCon wird er dabei als technische Plattform für sein digitales Bordlogbuch nutzen. Wie jeder andere TripCon-User nutzt Lüchtenborg die Standardeigenschaften der Software. Zusätzlich verfügt er über eine Erweiterung, die erst im Herbst ins nächste öffentliche TripCon-Update kommt: den Live-Report. Ein Knopfdruck genügt, und der aktuelle Eintrag befindet sich auf der Webpage des Projekts – wie unter sail2horizons.de gut zu sehen ist.

Text: Stefan Gerhard

Das komplette Themenspecial Mobile Navigation lesen Sie in der Ausgabe 08/2009 des Bootshandel-Magazins.

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