Praxis Alles über Wasserskiboote
Sicherheit an Bord
Viele Törns werden von bunt zusammengewürfelten Crews gefahren. Oft sind Neulinge an Bord, denen der Umgang mit einer Yacht und das Verhalten auf einem Sportboot unbekannt ist. Es ist der Job des Skippers, aus einer Gruppe am Segeln Interessierter eine seefeste Crew zu formen. Dazu gehört zu allererst die Sicherheit.
Darum ist es unerlässlich, vor Törnbeginn – also noch im Hafen – eine Sicherheitseinweisung durchzuführen, schon wegen eventueller Haftungsfragen. Jede Fluggesellschaft und viele Reedereien führen vorm Start eine Sicherheitseinweisung durch – auch an Bord einer Yacht sollte das üblich sein.
Der schlanke Hinweis, dass Schwimmwesten an Bord sind, genügt nicht. Wer jemals versucht hat, im torkelnden Schiff eine Rettungsweste über das nasse Ölzeug zu ziehen und diese Weste dann passgenau anzulegen, weiß Bescheid – ohne Routine läuft hier nichts. Deshalb ist auch bei einem Sonnentörn im Mittelmeer die Anprobe und das Einstellen der Rettungsweste auf die individuellen Körpermaße Pflicht.
Crewmitglieder, die auch bei Hack auf das Vorschiff müssen, müssen vorab die Lifebelts anlegen, um diese individuell zu justieren. Erst dann ist sichergestellt, dass diese Rettungsmittel auch bei schwerem Wetter, im stampfenden Schiff und bei aufkommender Seekrankheit noch zuverlässig angelegt werden können.
Zur Sicherheitseinweisung gehört auch, die Crew über Lage und Funktion der Feuerlöscher, die Bedienung der Rettungsinsel, den Einsatz von Rettungskragen, das Verhalten bei „Mann über Bord“ und das Absetzen eines Funknotrufs zu informieren.
Text: Hans Mühlbauer