Praxis Stahlschiffe beurteilen Messe Interboot Friedrichshafen
148 Seiten Markt & Magazin
Der „Big Brother“ des Internets, die Firma Google, bietet mit Google Maps ein auch für Wassersportler sehr interessantes Tool an. Dieser kostenfreie Kartendienst ist nicht nur auf manchen Mobiltelefonen mit eingebautem GPS-Empfänger nutzbar, sondern läuft ohne weitere Programminstallation (wie es bei Google Earth nötig ist) auf praktisch jedem Laptop oder Bord-PC.
Damit lassen sich Straßenkarten anzeigen, Fahrtrouten zu Lande berechnen und – ist ein GPS angeschlossen – die aktuelle eigene Position als Karten- oder Satellitenansicht einblenden. Sogar Straßennamen werden angezeigt, damit man die richtige Taverne finden kann.
Wassersportlern bietet die Satellitenansicht einige interessante Möglichkeiten: Neben der Schiffsposition lassen sich vorm Einlaufen Häfen und Ankerplätze aus der Vogelperspektive begutachten. Einziger Haken: Die Satellitenfotos müssen hoch genug aufgelöst und aktuell sein.
Nicht immer sind die Karten aktuell, wie unser Beispiel-Bild zeigt: Auf der Karte links ist die kroatische Marina Kastela bei Split zu sehen – nicht das kleine Hafenbecken mit den Fischerbooten darin, sondern die Wasserfläche westlich davon. Man kann erkennen, dass eine Mole existiert. Nördlich dieser Mole befindet sich seit rund fünf Jahren die fertige Marina mit hunderten Liegeplätzen an den Stegen, aber das „aktuelle“ Foto von Google Maps zeigt noch keinerlei Marinaeinrichtungen.
Text: Hans Mühlbauer