Damit kein Ruck durchs Boot geht

03/2012

Damit kein Ruck durchs Boot geht

Wenn eine Yacht für längere Zeit an einem Liegeplatz verbleiben soll, achtet jeder Eigner darauf, dass sie auch sicher vertäut ist – also Festmacherleinen und Springs die Yacht an der gewünschten Stelle halten. Dabei dürfen die Leinen weder zu lang sein (denn dann hat das Boot am Liegeplatz zu viel Spiel) noch zu kurz, denn dann wird das Boot zu stramm eingespannt.

In beiden Fällen werden die Beschläge, also die Klampen, beim Einrucken sehr stark beansprucht. Die Kräfte, die auftreten können, wenn der schwere Yachtrumpf im Schwell stampft und in die Leinen einruckt, können die Klampen überfordern und diese aus dem Rumpf reißen.

Mit verschiedenen Hilfsmitteln können sich Eigner so genannte Ruckdämpfer basteln. Diese bremsen das harte Einrucken ab und schonen die Beschläge. Feste Gummistropps eigenen sich dank ihrer extremen Dehnbarkeit gut zum Einbinden in die Festmacherleinen. So halten die kurzen Leinen das Boot gut am Liegeplatz; bei Schwell kann sich die Festmacherleine aber dehnen und federt somit die Bootsbewegungen wirksam ab.

Text: Hans Mühlbauer