Praxis Stahlschiffe beurteilen Messe Interboot Friedrichshafen
148 Seiten Markt & Magazin
Nicht nur Megayachten legen sich über längere Zeit einen Wasserschlauch von der Zapfstelle bis an Bord und das Landstromkabel von der Steckdose am Steg bis zum Einspeisepunkt auf der Yacht. Praktisch jede Fahrtenyacht verfügt über ein Landanschlusskabel, und die Wassertanks müssen regelmäßig aufgefüllt werden.
Wenn die Versorgungsleitungen stramm vom Boot zum Land gezogen werden, damit Kabel und Schläuche nicht im Hafenwasser liegen, müssen die Stecker der Elektrokabel einiges an Zugkräften aufnehmen, und bei der Wasserversorgung kann der Schlauch schnell mal von der Verschraubung gezogen werden, was eine Überschwemmung auslösen kann.
Hängen Schlauch und Stromkabel im Wasser, sind diese schnell verschmutzt. Beim Stromkabel kann eine undichte Stelle, also ein Riss in der isolierenden Ummantelung, bei Kontakt mit dem Wasser schnell zu einem Kurzschluss führen.
Ein findiger Eigner ließ sich gegen solche Unbill wohl vom Segelmacher ein "Verhüterli" anfertigen. An eine etwa 30 bis 40 cm breite und mehrere Meter lange Bahn Markisenstoff, wie er auch für Bimini-Tops benutzt wird, ließ er jeweils paarweise schmale Stoffstreifen nähen. Damit wird der Verhütungsschlauch an einer Landleine wie mit Zeisingen mit einem Kreuzknoten aufgeknotet. Man kann auch Klettband aufnähen und einfach die Klettbänder schließen. In diese lange Stoffbahn werden die Kabel und Schläuche locker eingelegt.
Damit auch kein Schmutz von oben in diese schmale Stofftasche eindringen kann, verschließt man das "Verhüterli" mit eingenähtem Klettband oder, wer es komfortabel mag, mit einem Reißverschluss.
Text: Hans Mühlbauer