Viper 303

05/2010

Viper 303

In Budenheim nahe Mainz werden die eleganten und schnellen GFK-Boote des Typs Viper seit mehr als einem Jahrzehnt konzipiert und vollständig als „made in Germany“ gefertigt. Die Viper 303 bietet dabei Komfort und Kraftentfaltung zugleich.

So wie ihr Namensvorbild in der Natur sind die Viper-Boote recht bissig, was Beschleunigung und Tempo betrifft. Das gilt für die Viper 303, die uns als Eignerboot für einen Ausflug auf dem Bodensee zur Verfügung steht, ebenso wie für kleinere Modelle, beispielsweise die nächste kleinere, von uns getestete Viper 243 Silver Edition (siehe Bootshandel-Magazin August 2009).


Sportlich wirkt trotz des voluminösen Rumpfs auch unser Testexemplar, mit dem wir von Friedrichshafen aus hinaus auf das Schwäbische Meer gehen. Die getönte Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas, die sich – von Edelstahl umrahmt – vom Fahrstand bis zum Targabügel mit BSH-konformer Beleuchtung erstreckt, die seitlich aufgesetzten Lufthutzen aus GFK und ein breiter dunkelblauer Streifen unterhalb der Edelstahl-Scheuerleiste geben dem 30-Fuß-Schiff ein elegantes und sehr dynamisches Erscheinungsbild.


Der Fahrstand, klassisch steuerbordseitig platziert, ist mit einem gepolsterten Schalensitz versehen, der fürs flotte Fahren ideal ist. Mit umfangreicher analoger Instrumentierung, Kompass und VW-Kontrollinstrument, griffigem Sportlenkrad und angenehm zur Hand liegendem Gashebel ist unsere Viper ganz und gar motorsportlich.


Auf (dem) See gibt das schlanke, am Steg eher hoch wirkende Boot eine hervorragende Vorstellung. Verstärkte Gleitkanten am Rumpf sorgen für optimale Geradeausfahrt auch bei niedrigem Tempo. Kurven nimmt das große Kajütboot dann wieder sportlich.

Technische Daten

Länge9,80 m
Breite3,00 m
Tiefgang0,48 m
Gewicht4750 kg
MotorVolkswagen Marine TDI 265-6 mit 265 PS (195 kW), optional mit Bodenseezulassung Stufe II
CE-KategorieB (küstenferne Gewässer)
Preis133230.- €
Bei unserer Nachmessung mit einer baugleichen Viper 303 mit freundlicher Unterstützung des Regionalhändlers Frank Schaper vom Bootscenter an der B1 in brandenburgischen Gewässern konnten wir unseren positiven Fahreindruck durch eindrucksvolle Zahlen in Sachen Geschwindigkeit untermauern. Wir erreichten satte 55,5 Knoten bei 4.500 U/min und sehr annehmbarer Geräuschkulisse.


Nimmt dieses Boot die Zukunft Amerikas vorweg? Das fragt auf der US-Internetseite boattest.com ein gewisser Captn. Steve in seinem Resümee zur Viper 303. Die US-Bootsindustrie hat Glück: In der Neuen Welt gibt’s keine Viper – noch nicht.

Text: Stefan Gerhard; Foto: Axel Böhm

Den kompletten Bootstest lesen Sie in Ausgabe Mai 2010 des Bootshandel-Magazins


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