Sirius 35 DS

02/2012

Sirius 35 DS

2010, mitten in der Wirtschaftskrise, überraschte die Sirius-Werft aus Plön mit ihrem neuen, nicht ganz preisgünstigen Decksalonschiff – und landete einen Riesenerfolg. Wir segelten die Yacht in ihrem Heimatrevier.

16 Ausbauversionen bietet die Werft bei der Sirius 310 an, um individuelle Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Bei unserer 35 DS gibt es diese Anforderungen nicht mehr. Der Grund dafür wird mir sofort klar, als ich an Bord gehe: Das lediglich 10,60 m lange Schiff bietet so viel Platz wie eine 41-Fuß-Yacht und mindestens 1,90 m Stehhöhe in allen Wohnbereichen, im Salon bis zu zwei Meter.
Der Clou ist die doppelte Nutzbarkeit des Bereichs unter dem Salon, an der breitesten Stelle des Schiffs. Es galt nämlich die Frage zu beantworten, so Werftchef Torsten Schmidt, wie ein Schiff beschaffen sein soll, für das die Werft nicht 16 Optionen anbieten muss, um alle Wünsche der bisherigen 32er- und 310er-Kunden zu erfüllen.

Das ganze Schiff ist um eine einheitliche Sichtachse konzipiert. Egal wo man sich aufhält: Man hat immer dieselbe Sichthöhe – im Salon an Backbord in der u-förmigen Sitzecke um den großen Tisch, im Stehen in der Längspantry oder sitzend am Innensteuerstand, in der Navigations-Ecke steuerbords oder beim Relaxen im Cockpit. Auf Augenhöhe (das gilt auch für besonders kleine Menschen) sind ringsherum große Fenster angeordnet.

Die Testbedingungen sind ideal. Wie die meisten Sirius-Yachten ist auch unsere 35 DS mit einer aufpreispflichtigen Kuttertakelung bestückt, sodass je nach Witterungsbedingungen im Nu von der serienmäßigen Selbstwendefock auf die große Genua gewechselt werden kann. Bei durchschnittlich 17 Knoten Wind (4-5 Beaufort) schieben wir unter vollem Groß und mit der Fock hoch am Wind mit bis zu 5,7 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser. Für eine 7,4 Tonnen schwere Yacht ist das ein guter Wert.

Technische Daten

Länge10,60 m
Länge Wasserlinie9,70 m
Breite3,48 m
Gewicht7400 kg
MotorVolvo Penta D2-40 mit 55 PS (41 kW)
CE-KategorieA (Hochsee)
Preis314800.- €
Was mich fassungslos macht, sind die geringen Wendewinkel, die wir ermitteln. Ungläubig überprüfe ich die Werte bei mindestens einem Dutzend Wendemanövern immer wieder. Sie liegen deutlich unter 80 Grad! Der Werftchef quittiert es mit einem wissenden Lächeln. Als der Wind dann merklich abnimmt und wir unter Genua weitersegeln, ändern sich die Werte nicht wesentlich. Bei 90 Grad Windeinfall erreichen wir bis zu 6,8 Knoten Geschwindigkeit.

Text: Michael Krieg

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der gedruckten Bootshandel-Ausgabe vom Februar 2012

 

In der März-Ausgabe

Special Frühlings-Check Bootstests und -porträts auf 26 Seiten Praxis Tiere an Bord Portrait Letzter Hafenmeister vorm Atlantik
132 Seiten Markt & Magazin

Zum Jahresabo mit BootCard »
3 Ausgaben für nur 12 Euro testen »

Bootstests

Bootsporträts

Technik

Autotests

IMMOBILIEN

Gewerbeimmobilien, Zwangsversteigerungen oder Wohnimmobilien: Große Auswahl an Immobilien beim großen Immobilienportal immowelt.de.

Weitere Boote...

...finden Sie hier.