Nordship 430 DS

08/2012

Nordship 430 DS

Deckssalonyachten mit zusätzlichem Mittelcockpit sind ein Nischenprodukt bei den größeren Fahrtenyachten. Beides bietet die dänische Werft Nordship Yachts. Welche Vorteile dieses Konzept vor allem Fahrtenseglern bietet, zeigt unser Test des Flaggschiffs Nordship 430 DS.

Wer mit seinem Schiff unabhängig von Saison und Wetter längere Segeltouren unternehmen, vielleicht sogar auf weltweite Fahrt gehen will und auf Komfort an und unter Deck nicht verzichten möchte, sucht heute nach Yachten um 40 Fuß. Träumt man zudem von optimalen Licht- und Sichtverhältnissen in den wichtigsten Lebensräumen, ist eine Deckssalonyacht mit ihrem besonderen Raumgefühl und Panoramafenstern vielleicht die beste Lösung. Das alles bietet die von uns gesegelte Nordship 430 DS, die zudem mit einem Mittelcockpit aufwartet, wie es vor allem bei Fahrtenseglern beliebt ist.

Die Nordship 430 DS ist eine imposante Erscheinung. Trotz Deckshaus und Mittelcockpit wirkt das Schiff in seinen Linien gefällig und keinesfalls klobig. Das recht hohe Freibord mit positivem Deckssprung lässt das Deckshaus weniger wuchtig erscheinen. Dafür sorgen auch die großen, vorn und achtern nach unten gezogenen dunklen Seitenfenster.

Herrliches Testwetter! In der Kolding-Bucht weht es am Testtag im Mittel mit drei Windstärken. Der 55 PS starke Volvo-Penta ist selbst für unsere 14-Tonnen-Yacht ausreichend dimensioniert. Leise und vibrationsarm schiebt er uns mit sieben Knoten bei 2.200 U/min Marschfahrt gegen den Wind voran. Mit voller Drehzahl erreichen wir auch die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von mehr als acht Knoten. Dann geht es vor allem unter Deck lauter zu.

Technische Daten

Länge13,75 m
Länge Wasserlinie11,30 m
Breite4,10 m
Tiefgang1,80 m
Gewicht14700 kg
BesegelungGroß (49,4 qm), Selbstwendefock (37,8 qm)
CE-KategorieA (Hochsee)
Preis501500.- €
MotorVolvo-Penta D2-55 mit 55 PS (41 kW)
Wir wollen im engen Fahrwasser nicht zu viel Höhe verschenken. Hart am Wind zeigt die Logge bei Wendewinkeln von 80 Grad und etwas Gegenstrom eine Geschwindigkeit von knapp 5,7 Knoten. Auf Halbwindkurs lässt sich noch ein halber Knoten mehr rauskitzeln. Wer eine Fahrtenyacht mit Mastrollgroß und Selbstwendefock ordert, rüstet bei Lust auf mehr Tempo bei Raumschotskursen die Nordship mit Gennaker und Regattasegeln aus.

Als der Wind im freien Gewässer zulegt, könnte man schon über eine Verkleinerung der Großsegelfläche nachdenken. Wir belassen es aber bei Vollzeug, um zu erleben, wie sich die Yacht bei mehr Lage an der Kreuz verhält. Die Nordship 430 DS liegt dabei immer noch ausgeglichen auf dem Ruder und lässt sich problemlos steuern. Hinter dem mit Leder bezogenen Steuerrad sitzt oder steht man bequem; die Sicht nach vorn ist trotz aufgestellter Kuchenbude kaum eingeschränkt.

Text: Michael Krieg

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Print-Ausgabe des Bootshandel-Magazins vom August 2012