Minor Offshore 36
Ob Langfahrten und Tagestörns, Passagen über die offene See und Kanaltouren, Fangfahrten durch Fischgründe oder Fahrspaß mit Wasserski – mit der im Juni als Premiere präsentierten Minor 36 ist das alles möglich.Regen, Wind oder Minusgrade machen einer Minor nichts aus. Zehn Bootsbauer sind auf der Familienwerft allein mit der Fertigung der vorzüglichen Rümpfe beschäftigt. Das Unterwasserschiff hat 30 mm starke Wände, darüber sind es 20 mm. Das 10 cm breite Schanzkleid ist komplett ausgeschäumt.
Der ausgereifte Rumpf überzeugt durch geradezu phänomenale Fahreigenschaften. Immerhin 8.000 kg verdrängt das von Thomas Sarin und Daniel Sundkvist gezeichnete Design. Es fährt sich aber wie ein Sportboot und ist fast ebenso wendig und leicht zu manövrieren.
Der „Profilook“ mit den auffälligen Sicherheitseinrichtungen mag nicht jedermanns Sache sein. Ihre Qualitäten zeigt die Minor Offshore 36 aber sowieso eher auf See als an den „Laufstegen“ des Boatie-Jetsets.
Technische Daten
| Länge | 11,80 m |
| Breite | 3,60 m |
| Tiefgang | 1,10 m |
| Motor | 2 x Volvo Penta D4-370 DP mit je 370 PS (je 272 kW) |
| Maximal-Crew | 12 |
| CE-Kategorie | B (küstenferne Gewässer) |
| Preis | 325500.- € |
In Verdrängerfahrt bei 600 U/min im Leerlauf und 4,5 Knoten laufen wir stur geradeaus aus der Marina heraus. Die Beschleunigung setzt sanft ein, sobald ich die Hebel nach vorn drücke. Nach nur acht Sekunden überschreiten wir bei 2.000 U/min und 15,4 Knoten die Gleitschwelle.
Dann Vollgasfahrt. Der Durchzug ist vehement: Bei 3.500 U/min liegen 16 Sekunden später exakt 40 Knoten an. Das sind tolle Werte für ein „Arbeitsboot“ und ein noch tolleres Fahrgefühl. An Bord ist es angenehm ruhig, die Manöver gelingen spielerisch einfach. Die Bewegungen im Boot sind minimal, und wenn sie überhaupt wahrnehmbar sind, eher von der sanften Sorte.
Text: Uwe G. Meiling
Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Print-Ausgabe des Bootshandel-Magazins von August 2012