Lagoon 39

07/2013

Lagoon 39

Generationswechsel bei Lagoon: In der Bucht von Palma hatten wir die Gelegenheit, den neuen 39-Doppelfüßer bei sehr unterschiedlichen Verhältnissen auf Herz und Nieren zu testen.

Das auffälligste Merkmal der neuen Bootsgeneration ist der extrem weit achtern stehende Mast. Das ermöglicht große, leicht zu bedienende Vorsegelflächen und ein schmales, aber hohes Latten-Großsegel, das deutlich mehr Power bringt. Am festen Gennakerrüssel wird ein Code Zero gefahren, quasi als Turbolader.

Die 32 Quadratmeter große Selbstwende-Rollfock ist sehr praktisch für kleine Crews! Leider müssen die Anschlagspunkte des Fock-Travellers direkt an der Schiene vom Salondach aus eingestellt werden. Die Gennakerschot bildet eine schöne Stolperfalle durch die vom Umlenkblock an der Reling stramm zur Gennakerwinsch laufende Schot. Am achteren Seitendeck, an zwei extra Winschen, wird also der Gennaker geschotet – weit weg vom Steuerstand.

Schon bei nur sieben Knoten scheinbarem Wind bewegt sich der Katamaran mit immerhin drei Knoten vorwärts – bei 60 Grad am Wind. Zur Wende wird der große Gennaker regattamäßig um das Vorstag herumgetragen oder einfach kurz weggerollt und auf dem neuen Bug wieder gesetzt. Bei etwas stärkerer Brise und nur 50 Grad scheinbarem Windeinfallswinkel sind sogar 4,4 Knoten drin. Das ist wohl auch die maximale Höhe für den Gennaker. Die Fock kann da noch gut 10 Grad höher ran.

Am Nachmittag gibt es doch noch Wind in einer recht kurzen 25-Knoten-Regenböe. Da knackt die Logge locker die 9-Knoten-Marke! Der Hersteller verspricht mit Vollzeug 9 Knoten Speed bei 20 bis 25 Knoten wahrem Wind aus 70 bis 80 Grad, was dann wiederum etwa 50 Grad scheinbarem Wind entspricht.

Text: Hans Mühlbauer
Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Print-Ausgabe des Bootshandel-Magazins (Ausgabe Juli 2013).