Greenline 33 Hybrid

08/2010

Greenline 33 Hybrid

Als erstes in Serie gebautes Hybridboot auf dem Markt verspricht die Greenline 33 naturnahes Wasserwandern, so wie es bisher nur per Segelboot möglich war. Wir unterzogen den mit Diesel- und Elektromotor ausgerüsteten Backdecker auf dem Großen Zernsee einem ausführlichen Test.

Äußerlich klassisch anmutend, ist der 9,99 m Backdecker ultramodern – und erlaubt als Hybridyacht einen Blick in die Zukunft des Bootsbaus. Ausgerechnet Seaway und das J & J Designbüro haben an das oft belächelte, nennen wir es einfach so, diesel-solar-elektrische Antriebskonzept geglaubt. Immerhin galt es dabei, eine Fahrtenyacht zu bewegen, die leer 4,5 Tonnen auf die Waage bringt. Ein Teil der Kunst, die leistungsmäßig sehr unterschiedlichen Antriebe harmonisch zusammenzufügen, spielt sich nämlich unterhalb der Wasserlinie ab.


Oberhalb der Wasserlinie präsentiert sich das kompakte Boot mit glänzendem cremefarbenen Gelcoat als völlig eigenständiges Design, wobei die Rumpfform an die populären Engelbrecht-Backdecker erinnert. Steven und Heck stehen senkrecht, der Vorschiffsaufbau ist flach. Das 3,12 m breite Cockpit (oder besser Backdeck) sowie die 32 cm breiten Gangborde sind überdacht.


Die Greenline 33 verhält sich kurstabil und gerät nur in schnell gefahrenen Bögen, wegen des runden Unterwasserschiffs, in unbedenkliches Rollen und neigt sich zur Seite. Die Krängung beträgt weniger als fünf Grad.
Das zeitgemäß wirkende, optisch vom Solardach geprägte Boot überzeugt durch pfiffige Details. Der zwei Meter hohe, 2,34 m breite und 3,40 m lange Salon befindet sich wie das Backdeck auf einer Ebene.

Technische Daten

Länge9,99 m
Breite3,49 m
Tiefgang0,95 m
Gewicht4500 kg
MotorVolkswagen Marine SDI 75-5 mit 75 PS (55kW) und Iskra-Elektromotor mit 10 PS (7 kW)
Maximal-Crew8
CE-KategorieB (küstenferne Gewässer)
Preis175000.- €
Vier Lade- bzw. Fahrmodi stehen dem Eigner zur Verfügung: Im Hafenbetrieb werden die Akkus vom Landstrom versorgt, vor Anker von den Siliziumzellen und im Dieselbetrieb durch den 5-kW-Generator. Im Elektrobetrieb selbst wird im Wesentlichen mehr Strom verbraucht als die Solarzellen nachliefern können.


Die Greenline 33 Hybrid bietet ein einfaches, bedienungsfreundliches System mit hochwertiger Technik, deren Entwicklung noch nicht voll ausgereizt ist. Auf der kommenden boot Düsseldorf wird daher ein weiteres Modell präsentiert. Wer schon jetzt in den Genuss lautlosen Gleitens kommen möchte, dem ist die Greenline 33 zu empfehlen. Zum Einstandspreis von 114.500 Euro erwirbt man ein Fahrtenboot, mit dem sich auch geschützte Reviere befahren lassen, auf denen es verboten ist, einen Verbrennungsmotor zu nutzen. In Zukunft werden diese Reviere sicherlich zahlreicher.

Text: Uwe G. Meiling

Den kompletten Artikel lesen Sie in der August-Ausgabe des Bootshandel-Magazins

 


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