Galia 820 Cruiser

07/2012

Galia 820 Cruiser

Galeon ist eine der wenigen polnischen Werften, die bei den Global Playern des Bootsbaus mitspielen. Wir fuhren das neue Flaggschiff von Galeons Sportbootmarke Galia auf der Süderelbe bei Hamburg. Besondere Kennzeichen: Trailerbarkeit mit Doppelmotorisierung unter drei Tonnen Gewicht.

Der 2,53 m breite Weekender verbindet genug Komfort mit Funktionalität und Sportlichkeit in einem dynamischen Design, das geschickt das Bauvolumen kaschiert. Für Schub sorgen Außenborder bis maximal 300 PS Leistung. Acht Personen sind an Bord des (dann mit der Kategorie C zertifizierten) Boots zugelassen oder sechs Personen in küstenfernen Gewässern.

Der Holzausbau macht einen guten Eindruck: Alle Kanten der Furniere sind abgerundet, die Schnittstellen mit Profilen aus gleichem Holz versehen. Vor der Pantry befindet sich der schmale Einstieg in die 1,10 m breite Unterflurkoje, die zudem flach geraten ist und deswegen wohl ausschließlich Kindern vorbehalten bleibt.

Am steuerbordseitig platzierten Steuerstand bin ich hinter der gut schützenden, bis weit ins Cockpit geführten Windschutzscheibe jederzeit Herr über das Geschehen. Die reichhaltige Instrumentierung habe ich bestens im Blick. Edelstahlhaltegriffe gibt es lediglich zwei, und zwar am Durchstieg zum Vordeck – der leider schwach verankert ist, so dass die kleinen Schrauben das GFK unseres Testboots haben reißen lassen – und an der Schiebetür des Niedergangs.

Am Heck ist der Yamaha-Außenborder F 150 AETL gleich zweifach montiert. Spielerisch leicht kann ich das Boot trotz frischer Brise aus dem engen Hafen dirigieren. Assistiert werde ich dabei vom neuesten Lenkungsunterstützungssystem von Sea Star, dem Tournament-Zylindersystem.

Auf der Elbe geht die 820 Cruiser bei 3.000 U/min und 12,4 Knoten in Gleitfahrt über. Bis 3.500 U/min schwillt der Schallpegel auf 74 dBA an, um in Marschfahrt bei 4.000 U/min und 26,9 Knoten wieder auf angenehmere 69 dBA abzufallen. Akustisch am angenehmsten fahren wir bei 4.500 U/min und 31,3 Knoten mit nur 66 dBA.

Beachtlich ist das Tempomaximum mit der Basismotorisierung. Exakt 75 km/h oder 40,2 Knoten misst der Staudruckmesser gegen den mit drei Knoten abfließenden Elbstrom. Das Handling bleibt immer spielerisch leicht: Kurstreu lässt sich unseres Testboot bewegen. Geradeaus- und Kurvenfahrt sind vorhersehbar und sicher.

Text: Uwe G. Meiling

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Print-Ausgabe des Bootshandel-Magazins vom Juli 2012

Für die freundliche Unterstützung danken wir dem Generalimporteur Bootszentrum Hamburg, Moorfleeter Deich 312 a, 22113 Hamburg, Tel. (040) 78 10 24 80, galiaboote.de