Finnmaster 61 CA
Als Mischung aus Salonboot und Bowrider präsentierte sich uns die Finnmaster 61 CA beim Probetörn nördlich von Helsinki. Wir waren angetan von dem praxisgerechten Kabinenkreuzer mit typisch finnischem Layout.In Mittelösterbotten, einem an Schären reichen Küstenstreifen der nördlichen Ostsee, produziert Finn-Marin offene und geschlossene Boote von 4,85 bis 7,60 m Länge, zurzeit insgesamt 15 Modelle.
Mit perfektem weißen Gelcoat und zierlichen, serienmäßigen grauen Doppelstreifen am Rumpf, die sich auf allen Finnmasterbooten wiederfinden, glänzt der hochmoderne Schärenkreuzer vor uns am Steg. Durch den Bugeinstieg der ansteigenden Reling geht es in den offenen, selbst lenzenden Bugbereich.
An Backbord ist dort eine Sitzgelegenheit eingeformt, eine weitere (die auch als Staufach zu nutzen ist), befindet sich im Bug. Der Boden ist vom Bug bis zum Heck mit nachgebildetem Teakholz belegt. Im eigentlichen Bugsüll befindet sich das Ankerschapp. Jeder sich bietende Raum an Bord wird sinnvoll genutzt.
In die Kabine, 1,88 m breit und 2,80 m lang, gelangt man über zwei hinter einer Schiebetür aus Aluminium hinabführende Stufen. Der Raum wird durch die großzügige Rundumverglasung und ein 50 cm breites, 1,38 m langes Sonnendach gut mit Tageslicht versorgt.
Technische Daten
| Länge | 6,01 m |
| Länge Wasserlinie | 2,30 m |
| Tiefgang | 0,80 m |
| Gewicht | 890 kg |
| Motor | Yamaha F115A mit 115 PS (85 kW) |
| Maximal-Crew | 6 |
| CE-Kategorie | C (küstennahe Gewässer) |
| Preis | 38367.- € |
Der Geradeauslauf ist vorbildlich, und über frisch aufgeworfene Wellen steigt das Boot einfach drüber. Lediglich seitlich anrollende Wellen sollte man möglichst quer ansteuern. Vollkreise, über Steuerbord gefahren, messen bei 25 Knoten Fahrt zehn Bootslängen im Durchmesser.
Bei einem Vergleichstest des finnischen Magazins Kippari mit anderen finnischen Booten ähnlichen Layouts war die Finnmaster 61 CA in aufgewühlter See mit Wellen höher als das Steuerhaus unterwegs – und wurde wegen der guten Ausstattung, soliden Bauqualität und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unangefochten Testsieger. Diesem positiven Urteil ist wenig hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass künftige Eigner zum Einstandpreis von 31.490 Euro ohne Motor kein Schnäppchen erwerben. Dafür gibt aber ein ausgereiftes Boot.
Text: Uwe G. Meiling
Den kompletten Bootstest lesen Sie in Ausgabe Mai 2010 des Bootshandel-Magazins