Chaparral 236 SSX
Nicht wie sonst üblich mit einem V8-Benziner aus amerikanischer Produktion, sondern mit einem Diesel von Volkswagen-Marine stand oder besser lag die Chaparral 236 SSX zur Testfahrt auf der Weser bereit.Das 7,34 m lange und 2,59 m breite, sportliche Deckboot kommt mit den üblichen Ausstattungen eines amerikanischen Bowriders daher. Es bietet Sportboot-Performance im stylisch bunten Design, viel Platz im offenen Bug, reichlich Staumöglichkeiten, Becherhalter und Chrom sowie ein Soundsystem mit vielen Lautsprechern. Die Überraschung wartet jedoch unterm elektrisch zu öffnenden Motorendeckel: Zum ersten Mal wird eine Chaparral mit einem Diesel von Volkswagen Marine angeboten. Der weiße V6-Zylinder thront mittig im Abteil und lässt ausreichend Raum für tägliche Sichtkontrollen oder andere Wartungsarbeiten.
Als maximale Motorisierung empfiehlt die Werft 375 PS (276 kW) für das trocken 1.996 kg verdrängende Boot an. „Der V6 von Volkswagen Marine mit 265 PS (195 kW) hat zwar weniger Leistung, baut aber mit 550 Newtonmetern ein hohes Drehmoment bei vergleichsweise niedriger Drehzahl auf", betont Klaus-Dieter Schallehn von Tibus-Boote aus Rhumspringe, der uns das Testboot zur Premierenfahrt zur Verfügung stellte.
Die Beschleunigung ist beeindruckend. Nach nur drei Sekunden ist die Gleitschwelle bei 2.300 U/min erreicht. Die Fahrt durchs Wasser beträgt dann schon 15 Knoten. Bis zum Erreichen der Höchstfahrt vergehen lediglich weitere zwölf Sekunden.
Am besten betritt man das Boot über die üppige, 2,18 m breite und 65 cm lange Badeplattform. Man erreicht das 2,15 m breite Cockpit übers steuerbordseitige Gangbord neben dem Motorenabteil, auf dem sich eine 1,88 m lange und 1,30 m breite Sonnenliege befindet.
Technische Daten
| Länge | 7,34 m |
| Breite | 2,59 m |
| Tiefgang | 0,89 m |
| Gewicht | 1996 kg |
| Motor | Volkswagen Marine TDI 265-6 mit 265 PS (195 kW) |
| Maximal-Crew | 8 |
| CE-Kategorie | C (küstennahe Gewässer) |
| Preis | 61304.- € |
Text: Uwe G. Meiling; Foto: Kerstin Zillmer
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Gedruckten Ausgabe 04/2010 des Bootshandel-Magazins