Beneteau Swift Trawler 44

02/2012

Beneteau Swift Trawler 44

Mehr Raum und Komfort als sein 42-Fuß-Vorgänger besitzt Beneteaus neuer Trawler, den uns die Werft vor der südfranzösischen Ile des Embiez zur Verfügung stellte.

Eine Autostunde östlich von Marseille liegt die Ile des Embiez. Dort präsentierte Beneteau der internationalen Bootspresse neun Segel- und Motorboote, wobei der neue Swift Trawler 44 das auffälligste Exponat war. Dass damit ein weiteres Modell eines ganz neuen Bootstyps zu sehen war, ließ schon der Name vermuten. Denn „Swift“ (flink) und „Trawler“ (Schleppnetz-Fischdampfer) wirken als Begriffspaar ziemlich gegensätzlich.
Der knapp elf Tonnen verdrängende Trawler ist deutlich schmaler und wesentlich leichter als klassische Trawler. Der ST 44 wirkt moderner und schlanker. Den Gewichtsvorteil sieht man dem GFK-Schiff nicht unbedingt an. Seine Qualität in Sachen Seegängigkeit führt uns das Schiff eindrucksvoll vor Augen, wenn man mit 24,2 Knoten Höchstfahrt bei 3.500 U/min durch die Wellen pflügt.

Der scheinbare Widerspruch zwischen Leichtfüßigkeit und Stabilität ist Programm bei der glänzend weißen Yacht, die wir als einer der Ersten fahren dürfen. Der 44er ST will ein gemütlicher Trawler sein, kann aber auch Tempo machen. Der Rumpf der im Handauflegeverfahren laminierten Kunststoffyacht besteht aus einer Polyesterharz-Verbundplatte mit Glasfaser-Balsakern. Oberhalb der Wasserlinie gibt sich das große Boot modern und mit unverwechselbarem Profil dynamisch, unterhalb der Wasserlinie zeigt sich Beneteaus Weltenbummler mit Wellenantrieb wertekonservativ.
Motorisiert wird das Schiff ausschließlich mit D4-Doppelmotoren von Volvo Penta. Die je 300 PS starken Schiffsdiesel ermöglichen eine relativ sparsame Marschfahrt bei 15 Knoten und 2.700 U/min. Der Verbrauch liegt dann bei rund 34 l/h, was einer ordentlichen Reichweite von 620 nautischen Meilen entspricht.

Auffällig unauffällig, aber praxisgerecht überzeugend wirkt die Inneneinrichtung. Die Asymmetrie nimmt man unter Deck kaum wahr, den dadurch gewonnenen Raumzuwachs gegenüber dem kleineren ST 42 dagegen sehr. Die Eignerkabine hat, wie die Gästekabine, deutlich zugelegt. Überall beträgt die Raumhöhe mindestens 1,92 m. Die beiden Sanitärzellen sind auch als Duschbad nutzbar.

Text: Uwe G. Meiling

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Bootshandel-Ausgabe vom Februar 2012


Technische Daten

Länge13,88 m
Breite4,25 m
Tiefgang1,05 m
Gewicht10895 kg
Motor2x Volvo Penta D4-300 EVC mit je 300 PS (je 221 kW)
Maximal-Crew12
CE-KategorieB (küstenferne Gewässer)
Preis386512.- €

In der März-Ausgabe

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