Hallberg-Rassy 342

11/2008

Hallberg-Rassy 342

Klassisch mit Klasse
Als Nachfolger der Hallberg-Rassy 34 präsentierte die schwedische Werft mit der HR 342 eine Yacht, die Komfort und Sicherheit mit noch besseren Segeleigenschaften kombiniert. Nach 200 gebauten Exemplaren ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. America’s-Cup-Segler Jan Schoepe testete für uns den Verkaufsschlager in den Schären.
Vom Steg aus betrachtet gibt es keinen Zweifel: Ein wohl proportionierter Rumpf mit umlaufendem, markant-blauen Streifen, eine Scheuerleiste, die nicht nur hochgeschätzte „Einparkhilfe“, sondern gleichzeitig ein Designtrick ist, der den Rumpf der HR 342 optisch ein wenig streckt; bereits dieser erste Blick verrät: Es ist eine echte Hallberg-Rassy.

Auch im Cockpit werden Funktionalität und Komfort fein kombiniert. Für einen guten Segeltrimm hat der Steuermann eine Travellerschiene in Griffweite, Effizienz versprechend verläuft diese über die gesamte Cockpitbreite, für optimalen Liegekomfort ist sie bündig mit dem Teakdeck ausgeführt.

Unterschiedliche Varianten für eine effektivere Vorwind-Besegelung bietet die HR 342 mit einem optional erhältlichen kleinen Gennakerbaum, der recht einfach am Stevenbeschlag an- und abzubauen ist. Je nachdem wie viel Arbeit man sich machen möchte, reicht die Palette vom aufrollbaren Gennaker, über Gennaker mit Bergeschlauch bis zu einem ebensolchen ohne Bergeschlauch. Der Mast ist außerdem vorsorglich mit einer Schiene für einen Spinnaker- bzw. Gennakerbaum und einem Toppnanten ausgerüstet, um bei Bedarf die Vorwindeigenschaften weiter zu optimieren.

Unter Deck ist der erste Eindruck eine großzügige, lichtdurchflutete Atmosphäre: Zehn Fenster, alle auch zum Öffnen, und zwei große Skylights sorgen für viel Licht. Der Salon wirkt großzügig für 34 Fuß Schiffslänge. Immer wieder stößt man auf kleine, feine Details, die den Unterschied zum Wettbewerb ausmachen, finden sich Zeugnisse des unermüdlichen Optimierungswillens von Hallberg-Rassy.

Die Kreuzgeschwindigkeit liegt bei etwa sechs Knoten bei einem Wendewinkel von geschätzt 85 bis 90 Grad. Fällt man ein paar Grad ab, so nimmt die Fahrt gleich auf 6,5 kn bis sieben Knoten zu. Die Spitzengeschwindigkeit bei halbem Wind ist an diesem Tag 7,9 Knoten – und das alles ohne Aufwand mit besonderen Vorwindsegeln.
Das Boot lässt sich hervorragend kontrollieren, und sollte der Wind einmal für die volle Besegelung zu viel werden, ist auch das Reffen leicht gemacht. Das Reffsystem funktioniert mit einer Leine, die nach hinten geführt ist.

Die Hallberg-Rassy 342 ist ein ausgezeichneter Küstenkreuzer für die Familie, mit dem man auch ohne Einschränkungen große Touren in Angriff nehmen kann. Aufgrund des Segelplans mit verhältnismäßig großem Groß und kleinerer Genua ausgestattet, ist die HR 342 unter Segeln leicht zu beherrschen. Der moderne und ausgewogene Lateralplan bietet sensible Segeleigenschaften; Segelspaß ist garantiert.

Den kompletten Test lesen Sie in Ausgabe 11/2008 des Bootshandel-Magazins.

Text: Jan Schoepe

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