Walross IV: Einmal Rio und zurück
Die „Walross IV“ hat nach der Umrundung von Kap Hoorn inzwischen auch die brasilianische Metropole Rio de Janeiro angelaufen.10.03.2010, 16.00 Uhr: Gestern Nacht erwischten uns in der Morgenwache 54 kn Wind, glücklicherweise aus SW. Gemeinsam mit Schiffer und Steuermann wurde das 3. Reff eingesteckt, die Genua 4 eingerollt und die Stagfock gesetzt. Wir haben eben beschlossen, bei McDonalds anzuhalten.
Von wegen gemütlich die Küste rauf13.03.2010, 16.00 Uhr: Völlig chaotischer Seegang nach dem Vorbeizug des Sturmtiefs. Kreuzsee von allen Seiten, Windstärke schwankend zwischen 14 und 35 kn. Opa hat gerade einen guten Teil der Bratensauce über seine Hose gekippt.
Zwischenbericht
18.03.2010, 18.02 Uhr: Das Walross ist nach einem kleinen Zwischenstopp in Mar del Plata nun auf dem Weg nach Buenos Aires. Die Nachfolgecrew steht bereits in den Startlöchern.
Übernahme in Buenos Aires
21.03.2010, 14.05 Uhr:
„Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten…“, so hatte sich einst Goethe seinen zeitweilig aus dem Gesichtsfeld geratenen Faust wieder zugeeignet. Mir ging es mit dem Walross ähnlich.
Grußbotschaft
23.03.2010, 22:01 Uhr: Heute ist kurz vor dem Ablegen von „Walross IV“ die Grußbotschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin an die Partnerstadt Buenos Aires durch den Schiffer Claus Reichardt übergeben worden.
30. Breitengrad überquert
01.04.2010, 00.30 Uhr: Sehr ruhiges Wetter, heute morgen, eigentlich zu ruhig. Am-Wind-Segeln mit kurzen Holeschlägen. Einmal ein Triumphgeschrei vom Mann am Rohr: 5 kn Fahrt, zum ersten Mal in den letzten 24 Stunden.
Ankunft in Rio de Janeiro
09.04.2010, 01.00 Uhr: Noch einmal ein heißer nächtlicher Ritt mit 35 bis 40 kn Wind und schwerer Dünung. Erst mit dem Morgengrauen laufen wir ein ins Bojenfeld des Yacht-Clubs Rio. Bald geht es weiter Richtung Recife.