BMW X6

03/2009

BMW X6

Bayerischer Amerikaner
Der allradgetriebene BMW X6 steht für die neue Fahrzeugkategorie Sports Activity Coupé und kombiniert dabei Sechsgang-Automatik mit starken Otto- oder Dieselmotoren.

Vorzugsweise für den US-amerikanischen Markt schuf BMW den X6 und eröffnete damit ein neues Nischensegment. Der Unterbau des X6 basiert auf dem ebenfalls in den USA produzierten Modell X5, das um zwei Zentimeter auf 4,88 m verlängert und um fünf Zentimeter auf 1,98 m verbreitert wurde. Das auf 1,69 m (minus 9 cm) abgesenkte Dach stutzten die Designer im hinteren Teil nach Coupé-Art.

Der Blick nach hinten ist jedoch durch die flache Heckscheibe deutlich eingeschränkt. Die Rückfahrkamera als Ergänzung der Park Distance Control ist deshalb schon für den Solobetrieb eigentlich unverzichtbar. „Typisch BMW“ sind alle Ausstattungsdetails, das Cockpit und die Sitze. Mit 570 Litern ist das Kofferraumvolumen um nur 50 l kleiner als beim X5. Der mittels asymmetrisch geteilter Fondsitzlehne auf maximal 1.450 l erweiterbare Laderaum ist durch das abgeschrägte Dach um 300 Liter kleiner. Durch die hoch aufschwingende Heckklappe lässt sich auch großes Ladegut problemlos verstauen.

Bei unserem Testfahrzeug X6 xDrive 30d reichte das im Solobetrieb, also ohne Boot am Haken, für die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 8,0 Sekunden und 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dem Durchschnittsverbrauch von 8,2 Litern je 100 km entsprechen 217 g/km CO2-Ausstoß. Das sportlich agierende Automatikgetriebe ist auch über Schaltpaddles am Lenkrad zu steuern und unterstützt mit weitgehend schlupffreier Wandlerkupplung den vergleichsweise wirtschaftlichen Motorbetrieb.

Technische Daten

Länge4,88 m
Gewicht2150 kg
Zuladung600 kg
Preis56800.- €
Unser Boots-Zugobjekt im Test war, passend zum in den USA gefertigten X6, ebenfalls eine Amerikanerin: eine Sonic 220 Sportster, die uns Stefan Brümmel vom Mannheimer Bootshändler Motorland zur Verfügung stellte. Dieses performanceorientierte Sportboot hat mit 6,90 m Länge und 2,20 m Breite zwar ein beachtliches Format, wiegt aber mit Achtzylinder-Innenborder nur 1.600 kg.

Damit wird die Tragkraft des Ohlmeier-Bootstrailers MT 2.200 nicht ganz ausgenutzt, auf den Windenstand muss jedoch verzichtet werden. Auf der Straße folgt der Tandem-Achser mit feuerverzinktem Stahlrahmen und Breitspurfahrwerk dank seines niedrigen Schwerpunkts willig – bei schneller Fahrt ebenso wie in engen Kurven.

Den kompletten Test lesen Sie in Ausgabe 03/2009 des Bootshandel-Magazins.

Text: Karl Seiler
Bild: Hersteller