Antaris Connery Tender 25

01/2011

Antaris Connery Tender 25

Als es im letzten Spätsommer andauernd regnete, hatte unser Testteam für ein paar Stunden Wetterglück. Einige Lücken am Himmel ließen die Sonne durch und ermöglichten die Testfahrt mit der komfortablen Tendersloep Connery 25 der niederländischen Antaris-Werft – standesgemäß bei Sonnenschein.

Unser 7,50 m langes Testboot aus der drei Boote umfassenden Tender-Reihe bietet mit der Modellbezeichnung „Connery" einen weiteren inhaltlichen Bezug, und zwar zu (dem für viele einzig wahren!) James Bond. Kraftvoll und stilsicher interpretiert die Antaris-Werft diesen Namen.

Von außen betrachtet, fällt zunächst das breite Heck auf. Über zwei mittschiffs eingebaute massive Teakholzstufen gelange ich ins Cockpit, das im Vorschiff stolze 99 cm tief ist. Dort befindet sich eine große, u-förmige Sitzbank für sechs Personen, die zur Sonnenliege umgebaut werden kann. Von der zentralen Kochinsel vorm Steuerstand gemessen, ist die Plicht 2,57 m lang und 2,04 m breit. Dieser Bereich lässt sich durch ein großzügig geschnittenes Spritzverdeck komplett und gut schützen.
Ihre elegante Wirkung verdankt die Antaris der optisch ansprechenden Kombination von cremefarbenem Deck, dunkler Rumpffarbe und geöltem Teakholzbelag im Cockpit und auf der Badeplattform. Auch das Mahagoni der massiven Tischplatte sowie der Stufen an Deck kontrastieren schön mit der Edelstahl-Ausrüstung.

Ein Dieselmotor von Vetus arbeitet in der gekapselten Box unterhalb der Kochinsel. Sein maximales Drehmoment entfaltet das orange Aggregat mit Zweikreiskühlsystem bei moderaten 3.000 U/min. Inklusive ZF-Getriebe bringt der Reihenvierzylinder mit 2.607 ccm Hubraum schlanke 240 kg auf die Waage, die zudem äußerst schwerpunktgünstig im Schiff platziert wurden.

Mit fünf Knoten und wenig Welle befahren wir die Spree in Richtung Müggelsee. Bei 1.500 U/min emittieren wir dezente 68 dBA Schall. Der Verbrauch pro Stunde dürfte bei anderthalb Litern Diesel liegen. Ganz entspannt sitze ich hinterm großen Holzsteuerrad und gebe mit nur einem Finger die Richtung vor. Eingreifen muss ich nur bei Kursänderungen; der Geradeauslauf ist stabil. Ein Grund dafür ist der 60 cm unterhalb der Wasserlinie verlaufende Kiel, der vom ausladenden Steven bis zum Heck reicht.

Text: Uwe. G. Meiling, Foto: Kerstin Zillmer

Den vollständigen Test lesen Sie in der gedruckten Ausgabe 01/2011 des Bootshandel-Magazins.